Der Rum aus Duisburg
Duisburg und der Rum – eine vergessene Verbindung
Duisburg war über Jahrhunderte ein bedeutender Knotenpunkt für den Welthandel. Mit dem größten Binnenhafen Europas und seiner Lage an Rhein und Ruhr war die Stadt ab dem 19. Jahrhundert ein zentraler Umschlagplatz für Kolonialwaren aller Art – darunter auch Zucker, Melasse und Rum. Über Handelskontore, Lagerhäuser und Zwischenstationen gelangten karibische und südamerikanische Produkte auf dem Wasserweg nach Duisburg und von dort weiter in die Region.
Schon deutlich früher, im 16. Jahrhundert, legte der Duisburger Kartograph Gerhard Mercator mit seinen revolutionären Weltkarten den Grundstein für die europäische Navigation nach Übersee – und damit indirekt auch für den globalen Warenaustausch, der Rum überhaupt erst nach Europa brachte.
Heute knüpft Mercator Spirits an diese doppelte Tradition an: an Duisburgs Geschichte als Tor zur Welt – und an den Geist der Entdecker. Der Mercator Rum entsteht dort, wo einst Waren aus aller Welt ankamen: Mitten in Duisburg.
DAS ERSTE RUM-PROJEKT AUS DUISBURG
Die Entstehungsgeschichte des Duisburger Mercator Rums
Die Idee zum Mercator Rum entstand nicht aus einem Businessplan, sondern eher aus einer Schnapsidee heraus. Während seiner Promotion war Lennart Hofeditz, Gründer von MERCATOR SPIRITS, im Urlaub auf Kuba unterwegs. Dort fing alles ziemlich harmlos an: Er begann, sich einfach einmal durch die Rumkarte zu probieren. Dabei wurde schnell klar, wie unterschiedlich Rum überhaupt sein kann. Je nach Herkunft, Fass und Stil schmeckt er völlig anders.
Zurück in Duisburg organisierte Hofeditz kurzerhand das erste Rum-Tasting in Duisburg. Das kam überraschend gut an. Aus einem Termin wurden mehrere, und schließlich entstanden regelmäßige Rum- und Bier-Tastings in der Bierbude Duisburg. Dort tauchte irgendwann immer wieder dieselbe Frage auf:„Gibt es eigentlich auch einen Rum aus Duisburg?“ Und kurz darauf: „Verkaufst du auch einen eigenen?“ Die ehrliche Antwort lautete damals noch: nein. Aber die Idee war damit natürlich im Raum.
In den Jahren danach folgten weitere Reisen nach Mittel- und Südamerika, Besuche bei Destillerien und viele Gespräche mit Produzenten. Gleichzeitig wurden die Tastings immer voller und die Frage nach einem eigenen Duisburger Rum kam immer wieder auf.
Irgendwann folgten die ersten Experimente mit 5-Liter Holzfässern und deutschem Rum. Der nächste konkrete Schritt war dann der Kauf eines 130-Liter-Eichenholzfasses, das eines Tages mit einem großen LKW vor der Haustür stand. Spätestens in diesem Moment wurde klar: Jetzt wird es ernst.
Was noch fehlte, war der passende Rum und ein Ort für die Reifung. Besonders interessant erschien dabei Rum aus Guyana, der für seine kräftigen und komplexen Aromen bekannt ist. Für die Reifung in Duisburg kam schließlich das Webster Brauhaus ins Spiel. Dort bekommt der Rum seine Duisburger Etappe und entwickelt seinen eigenen Charakter weiter.
Der Name Mercator Rum ist eine Hommage an Gerhard Mercator, den berühmtesten Sohn Duisburgs. Der Kartograph revolutionierte mit seiner Projektion die Navigation der Seefahrer und prägte damit die Handelswege der Welt. Ganz passend für einen Rum, dessen Reise in der Karibik beginnt und schließlich in Duisburg weitergeht.
ERSTE EXPERIMENTE: DER MERCATOR RUM – KOHLE & STAHL
Der Mercator Rum: KOHLE & STAHL (2024)
Der Mercator Rum: KOHLE & STAHL war die erste sehr kleine experimentelle Abfüllung aus Duisburg. Er basierte auf in Deutschland destilliertem Rum und lagerte für einige Monate in einem kleinen Fass in Deutschland.
Mercator Rum – 1. Fassreise
Guyana 2021 – Duisburger Beer Cask Finish
2025 ist es soweit: Die ersten Experimente mit kleinen Fässern sind abgeschlossen, und wir gehen nun einen großen Schritt – wir begeben uns mit einem ganz besonderen 130l Fass auf eine spannende Reise hin zum ersten Duisburger Rumfinish! Der Mercator Rum vereint Tradition und Innovation und erzählt eine Geschichte, die in Duisburg und der Weltgeschichte verwurzelt ist.
Abfüllung und Fassreise
Der Mercator Rum wurde dann am 14. Oktober 2025 abgefüllt, und das Destillat hat eine außergewöhnliche Fassreise hinter sich. 2021 wurde das Rumdestillat in Guyana destilliert und dann für drei Jahre in einem Ex-Bourbonfass in Deutschland gelagert. Der entscheidende Schritt folgt mit der Weiterlagerung in einem Fass aus amerikanischer Weißeiche, das zuvor mit mehreren Aromen befüllt war:
PX-Sherry: Verleiht fruchtige und nussige Noten.
Jamaikanischer Worthy Park Rum: Bringt fruchtige, funky Aromen.
IPA-Bier: Führt zu einer subtilen Bitterkeit und frischen Zitrusnoten.
Webster-Bockbier: Rundet das Geschmacksprofil ab und verstärkt die Bitterkeit.
Das Finish im Webster Brauhaus in Duisburg sorgt dafür, dass der Rum zwischen 3 und 12 Monaten in seiner endgültigen Form reifen kann. Die Fassstärke des Rums liegt bei 61%, während die Trinkstärke voraussichtlich zwischen 42% und 49% liegen wird.
Keine Kompromisse bei Qualität und Reinheit
Der Mercator Rum wurde ohne Kühlfiltration und Zusatzstoffe abgefüllt – ein hochwertiger Rum, der durch sorgfältige Fasslagerung und innovative Techniken zu einem einzigartigen Genusserlebnis wird.
Mercator Rum – 2. Fassreise
6 Jahre Spätburgunderfassreifung +
6 Monate Finish im Webster Nikolausbockbierfass
Mit dem Mercator Rum 2.0 startet die zweite Duisburger Fassreise.
Dieses Mal wurde bewusst ein ungewöhnlicheres Reifeprofil gewählt. Der Rum reifte sechs Jahre lang nicht im klassischen Ex-Bourbonfass, sondern in einem stark ausgebrannten deutschen Spätburgunder-Rotweinfass. Unter bestimmten Lichtverhältnissen zeigt er daher sogar einen leicht rötlichen Schimmer. Aromatisch präsentiert er sich deutlich würziger und komplexer als die erste Fassreise, mit einer überraschenden Süße im Abgang.
Destilliert wurde der Rum in Guyana, wobei sowohl ein moderner Destillationsapparat als auch ein traditioneller hölzerner Destillationsapparat zum Einsatz kamen.
Für die zweite Fassreise geht der Rum anschließend noch einmal in ein kräftiges 130-Liter-Nikolausbockbierfass im Webster Brauhaus in Duisburg. Dort verbinden sich die Struktur des Rotweinfasses mit der malzigen Süße des Bockbiers. Die Abfüllung ist – wie im vergangenen Jahr – für Oktober geplant.
Wie bereits beim ersten Mercator Rum werden 50 Prozent des Fassinhaltes als 0,5-Liter-Anteilsscheine zur Vorbestellung angeboten. Die restlichen 50 Prozent gehen nach der Abfüllung in den Handel.
Die Vorbestellungen starten am 13. März.
Der DUISBURGER Mercator Rum
