Der Duisburger Mercator Rum ist auf einem sehr guten Weg
Die zweite Mercator Fassreise ist weiter in Bewegung. Aktuell liegt der Rum bei insgesamt 6 Jahren und 4 Monaten Fassreifung: zunächst 6 Jahre im Spätburgunderfass, inzwischen weitere 4 Monate im Nikolausbockbierfass des Webster Brauhauses in Duisburg. Damit ist diese Abfüllung deutlich stärker vom Weinfass geprägt als die erste Fassreise. Das merkt man auch im aktuellen Zwischenstand. In der Nase zeigt sich bereits eine süßere, einladende Seite. Am Gaumen ist der Rum aber noch würzig, trocken und klar vom Spätburgunderfass gezeichnet. Das Nikolausbockbierfass bringt bisher vor allem Farbe und Entwicklung, soll in den nächsten Monaten aber noch mehr Körper, Rundung und dezente malzige Tiefe ergänzen.
Spannend ist der Vergleich zur ersten Fassreise. Dort standen dunkle Süße, Melasse, Trockenfrüchte und leichte Röstmalznoten im Vordergrund. Die zweite Fassreise wirkt bisher klarer, weiniger und strukturierter. Es wird also keine Wiederholung der ersten Abfüllung, sondern ein eigener Rum mit anderem Charakter.
Auch außerhalb des Fasses geht es weiter. Das Motiv für das Etikett steht noch nicht fest. In den nächsten Tagen gehe ich deshalb noch einmal mit einem Fotografen in Duisburg auf die Suche nach einem passenden Bild. Das Etikett soll wieder zeigen, wo diese Fassreise ihren letzten Abschnitt bekommt: nicht irgendwo, sondern hier im Ruhrgebiet.
Der Rum wird weiter regelmäßig probiert. Danach soll er auf Trinkstärke eingestellt, dezent dosiert und für ungefähr einen Monat im Edelstahltank zur Ruhe kommen. Erst dann entscheidet sich final, wann er wirklich bereit für die Flasche ist. Der Plan bleibt eine Abfüllung im Oktober. Zur Veröffentlichung sind wieder passende Tastings geplant, unter anderem ein besonderes Rum Wochenende: „Rum & Dine“ im Quartier in Diemelstadt und ein Rum & Bier im Webster Brauhaus in Duisburg.

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