Es gibt Neuigkeiten zur 2. Duisburger Mercator Rum Fassreise: Nach ziemlich genau sechs Monaten im Nikolausbockbierfass habe ich mich jetzt dazu entschieden, den Rum aus dem Fass zu nehmen. Der Zeitpunkt fühlte sich nach 1-10 Proben jetzt richtig an. Der Einfluss des Bieres ist inzwischen deutlich zu spüren und gibt dem Rum vor allem in der Nase eine schöne, angenehme Süße – ohne dass auch nur ein Gramm Zucker zugesetzt wurde.

Sechs Jahre Spätburgunderfass treffen auf sechs Monate Nikolausbockbierfass

Bereits vor seinem Finish hat der Rum rund sechs Jahre im Spätburgunderfass verbracht – und auch diese Reifung hat deutliche Spuren hinterlassen. Besonders wenn etwas mehr Rum im Glas ist, kommt seine spannende rubinrote Färbung zum Vorschein. Auch aromatisch ist das Weinfass weiterhin präsent: Es bringt eine würzige, leicht weinige Komplexität mit, die sich sehr schön mit den süßeren und malzigeren Eindrücken des Nikolausbock-Finishs verbindet. Genau dieses Zusammenspiel war eines der großen Experimente dieser Fassreise. Nach sechs Monaten ist für mich nun der Punkt erreicht, an dem beide Fassarten ihren Charakter zeigen, ohne dass eine davon den Rum komplett dominiert.

Wie geht es jetzt weiter?

Zusammen mit Manuel von Pott.Stil habe ich den Mercator Rum inzwischen auf seine finale Trinkstärke von 48 % vol. eingestellt. Nach mehreren Tests war das für mich diesmal ganz klar der Sweetspot: zugänglich genug, damit sich die Aromen schön öffnen, aber gleichzeitig kräftig genug, um den Charakter des Rums und seiner Fassreifung nicht glattzubügeln.

Ganz fertig ist die Reise damit allerdings noch nicht. Für den finalen Schliff ruht der Rum nun noch einmal für etwa sechs Wochen in einem Edelstahltank. Dort bekommt er Zeit, sich nach der Einstellung der Trinkstärke zu harmonisieren. Die einzelnen Komponenten können sich miteinander verbinden und einige der letzten Ecken und Kanten etwas abrunden – ohne dass der Rum dabei seinen eigenständigen Charakter verliert. Danach steht die Abfüllung in die bereits von der ersten Fassreise bekannten kantigen 0,5-Liter-Flaschen an.

Die Fassreise selbst probieren

Wer die Entwicklung der zweiten Fassreise einmal direkt nachvollziehen möchte, bekommt dazu im Oktober eine besondere Gelegenheit. Bei unserem Rum & Dine vom 10. auf den 11. Oktober im Quartier in Diemelstadt wird es zum Ausklang des Abends eine kleine Verkostung mit Proben aus verschiedenen Zeitpunkten der Fassreifung geben. So lässt sich direkt vergleichen, wie sich der Rum während seiner sechs Monate im Nikolausbockbierfass verändert hat. Dazu gibt es ein 4-Gänge-Menü mit abgestimmter Rum- und Cocktailbegleitung, Übernachtung und gemeinsames Frühstück am nächsten Morgen.

Ein paar Plätze sind aktuell noch verfügbar:

Hier geht es zu den letzten Tickets

Und natürlich wird es an diesem Wochenende auch bereits die frisch abgefüllte 2. Fassreise zu probieren geben.

Damit geht dieses Experiment nun endgültig auf die Zielgerade. Die nächsten großen Neuigkeiten gibt es dann voraussichtlich zur Abfüllung.

Ich freue mich darauf, den fertigen Rum endlich mit euch zu teilen! 🥃


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